Es war einmal eine alte Kirche in einem kleinen Dorf, irgendwo in Mecklenburg. Der Regen tropfte durch’s Dach und trommelte auf den zerbeulten Orgelpfeifen die ausgefallensten Rhythmen. Da machten sich ein paar mutige Frauen und Männer ans Werk - hämmerten und sägten, bauten die Kirche zu einem prächtigen Dom wieder auf und fortan kamen Menschen aus allerfrauen Länder, um sich von dem Geist des bezau-bernden kleinen Ortes Recknitz anstecken zu lassen… 


So oder so ähnlich könnte man die Geschichte der Kirche St. Bartholomäus wohl erzählen. Nun ja, man kann sie auch anders wiedergeben:

Die Kirche St. Bartholomäus steht seit der Mitte des 13. Jahrhunderts im beschaulichen Örtchen Recknitz. Die frühgotische Kirche ist von weither zu sehen - mit ihrem markanten Kirchturm und in ihrer dreigliedrigen Gestalt samt fröhlichem Dachreiter. 

Im 20. Jahrhundert angekommen war sowohl die Außenhaut als auch das imposante Innenleben der betagten Dame sehr in Mitleidenschaft gezogen - das Dach undicht, die Orgel nicht mehr funktionsfähig, der wunderbare Marienaltar unentdeckt und freudlos sich selbst überlassen. 


Anfang des 21. Jahrhunderts gab es einen neuen, gewiss nicht den ersten Anlauf, das Leben in der Recknitzer Kirche wieder in Bewegung zu bringen. 

Die Christophorus Kirchengemeinde Laage, zu der die verborgene Schönheit zählt, begann mit der Restaurierung. Ca.1 Mio. Euro wurden in das historische Gemäuer gesteckt.

Das Dach wurde neu gedeckt, darunter im Dachstuhl plaudern nun Mittelalter und Moderne miteinander, der Fußboden wurde denkmalwert saniert.

 

Gleichzeitig dachte man an spätere Zeiten! Das historische Gestühl der Kirche wurde „mobil gemacht“, Unmengen an Licht und Tonkabeln verkrochen sich unterirdisch und heraus kam eine der wandlungsfähigsten Kirchen im Norden Deutschlands.

Seit 2020 arbeitet das Team der Kultur. Feldstein.Kirche RECKNITZ nun an einem Konzept, die Kirche sinnstiftend in die Jetztzeit zu bringen und durch kulturelle Veranstaltung-en zu neuem Leben zu erwecken. Frei nach dem Motto: In Recknitz, da ist was los!


Statt einer feierlichen Eröffnung stellten wir 2021 pandemiebedingt erst einmal eine kleinere Vorsaison auf die Beine und sam-melten unter dem Motto “Recknitz läuft sich warm” eine Menge Erfahrungen. Das Konzept um die Kirche und die Veranstaltungen kamen durchaus gut beim Publikum an und schon im ersten “Vorsaisonjahr” konnten wir über 2000 Gäste aus der Region, aber auch aus Berlin und Hamburg in Recknitz begrüßen. 

 

2022 wurde dann tatsächlich das “neue Leben” eingeläutet. Im März schwebte unsere Container-Bar an einem großen Kran auf das Gelände und am Ostersonntag feierten wir bei herrlichem Frühlingswetter eine wundervolle Eröffnung. Die Saison 2022 wurde ein tolles Debüt. Über 50 Einzelveranstaltungen, ca. 5.000 Besucher:innen, mehr als 120 Künstler:innen.

 

Auch unsere Saisons 2023+2024+2025 waren ein voller Erfolg und unterstreichen die wachsende Beliebtheit beim Publikum.

2024 war Recknitz auch das erste Mal

Festspielort der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern. Dieses Jahr wieder.

 

Die Kirche St. Bartholomäus in Recknitz vereint weithin sichtbar unter dem Projekttitel Kultur.Feldstein.Kirche RECKNITZ kirchliche und weltliche Veranstaltungen: Gottesdienste, Konzerte, Theater, Workshops, Kino… 

Von Mai bis Oktober werden sich an jedem Wochenende des ersten Sonntags im Monat Anwohner:innen und Zugereiste, Jung und Alt, Vertrautes und Neues begegnen können.

Recknitz soll sich so langfristig zu einem kulturellen Leuchtturm Mecklenburgs entwickeln und Menschen, Kultur und die Kirche auf Augenhöhe in Resonanz bringen.

 

2026 folgt auf Axel Meier, der das Projekt mit aus der Taufe gehoben hat, Francisco Anguas als künstlerische Leitung und wird dem Ort eine neue persönliche Note geben. Also dann, starten wir mit einem Lächeln in unsere fünfte Saison und ein aufregendes Jahr 2026. 

 

Wir sehen uns in Recknitz!

Deine SPENDE hilft uns weiter! 




> Hier entlang <

Grußwort aus der künstlerischen Leitung

Liebe Freundinnen und Freunde von Recknitz,


nach langer Überlegung, vielem Hin und Her, einigem Zögern 
und so manchen Gedanken habe ich mich dazu entschieden, 
die künstlerische Leitung der Kultur.Kirche.Recknitz abzugeben.
Es waren sechs tolle, herausfordernde und inspirierende Jahre!


Mein Weg mit der Kirchengemeinde begann schon vor über zehn Jahren. Damals suchten wir mit meiner Band einen Probenraum und fanden ihn in der Alten Schule in Laage. Die ersten TonLaage-Festivals, einige Gottesdienste und Workshops später, wollte mir Thomas Kretschmann unbedingt diese Kirche in Recknitz zeigen, die gerade saniert wurde. Kurze Zeit darauf standen wir auf Sandboden in der Kirche und guckten auf Gruftanlagen. Die Ideen, die Thomas für die Kirche in Recknitz hatte, hallten in mir nach...
2020, pünktlich zur Pandemie (da hatte ich als Musiker sehr viel Zeit...) rief Thomas an und meinte: „Die Kirche ist dann jetzt fertig, wollen wir loslegen?“ − Ja, natürlich wollten wir!
Ideen entwickeln, Konzepte schreiben, die erste Saison zusammenstellen, 2021 diese erste Saison wieder absagen und 2022 dann endlich die Eröffnung. Es folgten vier schöne, abwechslungsreiche und herausfordernde Sommer in Recknitz.


Ich bin stolz, dankbar und froh über jede Begegnung an diesem Ort und diese ganzen Erfahrungen, die mich noch mein ganzes Leben begleiten werden. Und noch glücklicher bin ich, dass mein guter Freund Francisco Anguas nun diesen Weg auf seine Weise in Recknitz fortführen wird.
Ich wünsche mir, dass dieser Ort weiterhin ein so schöner und wichtiger Gute-Laune-Ort in Mecklenburg bleibt!


Danke und bis bald
Euer Axel


PS: Man sieht sich – im Zweifel freitags an der Container-Bar 
in Recknitz :)

Liebes Recknitzer Publikum,


mit großer Freude und ehrlicher Demut übernehme ich in dieser Saison die künstlerische Leitung der Kultur.Kirche.Recknitz. Seit der Eröffnung habe ich ihre Entwicklung mit Interesse verfolgt: 
Es ist weit mehr als eine Konzertreihe entstanden – vielmehr ein lebendiger Treffpunkt, in dem Musik, Austausch und soziale Teilhabe zusammenfinden.


In diesem Jahr öffnen wir den Blick: Ausstellungen, Kindertheater, Filmabende und Konzerte von der Klassik bis zur Gegenwart laden zu Entdeckungen ein. Besonders freue ich mich auf eine musikalische Lesung mit der Schauspielerin Josephine Thiesen (SONDER Ensemble – Netflix, u. a.), die Wort und Klang auf besondere Weise verbindet.


Mein besonderer Dank gilt meinem guten Freund Axel Meier. Er hat das Format aus dem Nichts ins Leben gerufen und in den vergangenen sechs Jahren mit Weitblick, Beharrlichkeit und Herz verankert. Ohne seinen Idealismus, sein Netzwerk und viele oft unsichtbare Stunden gäbe es diesen Ort nicht in dieser Form. Ebenso danke ich dem großartigen Team, das dieses Projekt unermüdlich trägt.


Ich hoffe, die Ideen für die Saison 2026 begeistern Sie. 
Bitte unterstützen Sie weiterhin diese einzigartige kulturelle und soziale Initiative. Wir sehen uns ab Mai – ich freue mich auf viele Begegnungen!


Ihr Francisco Anguas


Grußwort der Landesbischöfin -

unsere Schirmherrin

Kultur.Kirche.Recknitz − Kirche in alten Mauern, aber in neuer Form. Kontakt und Gespräch, Begegnungen mit Menschen, die man hier zum ersten Mal oder regelmäßig treffen kann. Sei es bei schönen Konzerten, bei spirituellen Impulsen oder beim sonntäglichen Brunch. 
Der von Generationen durchbetete Kirchenraum lässt Raum für Stille und Besinnung, aber auch für festliche Fröhlichkeit. Hier ist Raum für überraschende Erfahrungen und nicht selten entdecken die Besucherinnen und Besucher an diesem Ort neue Möglichkeiten für sich. 
Auch geistliche und geistige Nahrung gibt es in Recknitz mehr als genug − und das gern auch verbunden mit gutem Essen bei einem Picknick! 


So vieles kann, aber nichts muss geschehen in und rund um die Kultur.Kirche.Recknitz, diesem wunderbaren Ort. Möglich machen das insbesondere die vielen, hoch engagierten

ehrenamtlich Mitarbeitenden und das Team der hauptamtlich Mitarbeitenden, das sie begleitet. Ihnen allen gilt mein besonderer Dank als Schirmherrin dieses so schönen Projektes!


Wenn man die Kultur.Kirche.Recknitz wieder verlässt, geht es an einem Schild vorbei. Darauf steht: Schön, dass Du da warst − bis zum nächsten Mal! Dass viele Besucherinnen und Besucher nicht nur einmal, sondern immer wieder hierherkommen, das wünsche ich von Herzen! Und Gottes reichen Segen, der alle umhüllen und behüten möge, die in der Kultur.Kirche ein- und ausgehen!


Herzlichst − bis zum nächsten Mal
Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt
(Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland)


Partner:innen und Freund:innen

Was wäre dieser Ort ohne die Menschen, die ihn zu etwas ganz Besonderem machen...? Eben, nichts! Wir sind sehr stolz und dankbar für unser großartiges Team aus ehren- und hauptamtlichen Menschen. Unser Team ist in den letzten Jahren auf ca. 20 Menschen angewachsen mit einem erweiterten Kreis von ungefähr 80 Personen, die sich mit ihrem ganzen Herzen diesem Projekt verschrieben haben. Falls auch du Lust hast, dich in Recknitz zu engagieren - komm' ins Boot! Wir freuen uns über jeden Menschen, der mit einem Lächeln diesen schönen Ort zum Strahlen bringt!

Gefördert durch:

Gefördert durch:

Gefördert durch: